Mirjam Neidhart  Regisseurin, Autorin

Nach ihrer Ausbildung an der Schauspiel-Akademie Zürich (heute: ZHdK) von 1988 – 1992 ging Neidhart nach Deutschland und assistierte an der Landesbühne Wilhelmshaven, am Schauspielhaus Bochum und am Schauspiel Köln. Von 1993 – 1995 war sie Hausregisseurin an der Landesbühne Wilhelmshaven und von 1995 – 1996 künstlerische Leiterin des Theater die Tonne in Reutlingen.

Seit 1996 arbeitet sie als freie Regisseurin mit Inszenierungen an Theatern wie dem Theater Konstanz, Theater Trier, Junges Theater Braunschweig, Landesbühne Wilhelmshaven, Theater Würzburg, Staatstheater Kassel, Domfestspiele Bad Gandersheim, Landestheater Linz, Württembergische Landesbühne, Esslingen Casino-Theater Winterthur und in der freien Szene der Schweiz.

Neidhart absolvierte 2003 den MAS in Szenografie an der ZHdK und stellte im Jahre 2004 ihren ersten Dokumentarfilm CARRY ON REGARDLESS an den Solothurner Filmtagen vor.

Über Stückentwicklungen und Bühnenadaptionen ist Neidhart zunehmend zum Schreiben fürs Theater gekommen. Ihr Stück «Torschusspanik, intime Einsichten in die Reproduktionskrise» wurde 2008 am Thalia Theater Hamburg uraufgeführt und am Theater Biel-Solothurn, in der Sala Nau Ivanov Barcelona, am Festival für Europäische Dramatik Santiago de Chile und an der Buchmesse Krasnoyarsk, Sibirien nachgespielt. Für ihr Stück «Illegal, Berichte aus dem Untergrund» erhielt sie im Rahmen des Stücklabors Basel den Publikumspreis.

Ihre Stücke werden vertreten vom Rowohlt Theaterverlag und vom Theaterstückverlag München.

Mit der Theaterformation 1visible, realisiert Neidhart Theaterprojekte in den Bereichen Kultur, Migration und Künstliche Intelligenz.  «INANNA – Euphrates survival song» (2008), «Meggiy geht zurück in den Kongo» (2009), «TO BE, OR NOT TO BE HUMANOID» (2012),«ECCE HOMO» (2014), «SKYLUCK» (2016), «JUXTAPOSITIONS» (2017), «ODYSSEE» (2017).

Neidhart war Präsidentin des Vereins Freunde der Theaterausbildung Zürich (2013 – 2015) und Vorstand der Alumni Organisation netzhdk der Zürcher Hochschule der Künste ZHDK (2008 – 2018).